Lehrfahrten
Weinbauwoche
Seminare
Vorstand
Satzung
Downloads

 


  Lehrfahrten


Studienreise Bayrischer Wald - vom 15.-19.06.2005

Werner Gerhard, Hattenheim

Nach einem Treffen im Februar (Vorschlag bayrischer Wald oder England) einigte man sich auf das Gebiet Bayrischer Wald (es muss nicht immer Weinbau sein). So trafen sich am 15.06. einige Fahrer um 06:00 Uhr am Weinprobierstand Hattenheim. Den Rest der Truppe traf man an der Autobahntankstelle in Wi-Erbenheim. Insgesamt war man nun 10 Personen mit 7 Motorrädern. Alle waren pünktlich und so fuhr man guten Mutes über die BAB Richtung Nürnberg. Auch in diesem Jahr wollte man am Erlebnisrasthof Geiselwind die erste Pause einlegen. Da die Truppe im letzten Jahr schon ausgiebig den Parkplatz besichtigt hatte (Motto: wo gehen wir den hin?) fuhr man diesmal direkt zum Rasthaus. Das Frühstück war gewohnt gut und so machte man über 1 Stunde Pause. Danach ging es weiter bis zur Abfahrt Greding. Wir folgten der Landstrasse durchs reizvolle Altmühltal über Kelkheim zum Kloster Weltenburg an der Donau. Bei gutem Wetter und nach einer kurzer Pause ging es weiter entlang der Donau bis Straubing. So langsam meldete sich unser Magen, denn es war mittlerweile 12:00 Uhr. Nach einiger Suche fand man dann ein nettes Gasthaus. Leider Ruhetag, aber der freundliche Wirt war flexibel und so bekamen wir doch noch ein gutes Essen und Trinken (Alkoholfrei) im Schatten großer Bäume. Etwa 1 Stunde später rollten wir entspannt weiter zu unserer Pension „Lichtenauer Hof“ in Thyrnau, 15 km östlich von Passau. Hier trafen wir gegen 16:00 Uhr ein. Die Pension stellte sich als sauber und freundlich heraus. Da das Ganze aber einsam auf einem Hügel lag, fuhr ich erst mal die umliegenden Gasthöfe an um das Abendessen zu planen. Gegen Abend lief dann die Truppe zum 2 km entfernten Ort (zu Fuß!). Das Essen war sehr lecker und das Bier einer Privatbrauerei tat den Rest dazu. Spät Abends kehrte man dann in die Pension zurück - zu Fuß (es ging noch). Am 2. Tag bildeten sich zwei Gruppen. Jede Gruppe fuhr ihre ausgesuchte Tour und treffen sollte im Kloster Aldersbach bei Vilshofen sein. Der Tag sollte unsere Gruppe über kleine Landstrassen entlang der Grenze zu Tschechien führen. Aufgrund des schönen Wetters änderte man die Pläne und fuhr über einen kleinen Grenzübergang nach Tschechien zum Lipenska-Stausee. Über landschaftlich tolle enge Wege ging es rund um den See zurück bis zur Grenze nach Österreich. Hier wurde dann das Tempo etwas erhöht, man musste um 13:30 Uhr zur Führung im Kloster sein und es war schon 11:00 Uhr und nach ca. 170 km Landstrasse. Über Handy verständigte man die andere Gruppe, welche sich etwa gleichweit weg vom Kloster aber auf der anderen Donauseite bei Wels befand. Durch Zufall traf man sich in Passau an einer Kreuzung. Von hier aus ging es im Tiefflug (teilweise Mach 1,6) weiter. Pünktlich war man im Klosterhof eingetroffen (d.h. man wartete schon oder noch auf uns). Nach Ablegen der Helme und Jacken erfolgte die Besichtigung des Klosters und der Brauerei, die aber teilweise im Umbau war. Im Eintrittspreis enthalten war auch ½ l Bier, den man sich natürlich anschließend im schattigen Park noch gönnte. Nach ruhiger Fahrt traf man um 18:00 Uhr in der Pension ein. Zum Abendessen ins 4,5 km entfernte Gasthaus fuhr uns gegen einen kleinen Obolus unser Gastgeberehepaar. Zurück sollte es mit dem Taxi gehen. Auch hier war das Esser wieder gut, reichhaltig und preiswert – ebenso wie das Bier: gut, reichlich und preiswert. Bis zum Eintreffen des Abendessens vergnügte sich so mancher mit dem Handy (Frauenmangel oder was – es stand schließlich 7:3 Anm.: Gerhard) mal nach dem rechten zu Hause nachzufragen. Schlagartig wurden aber einige Gesichter etwas weiß. Angeblich wäre im Rheingau Peronospora ausgebrochen und man müsste direkt spritzen fahren. Aber das Essen und Trinken beruhigte das ganze wieder etwas. Ebenso wurde aus der Taxifahrt nach Hause nichts und so ging man die 4,5 km zu Fuß zurück (es ging noch). Der 3. Tag sollte unsere Gruppe quer durch den Bayrischen Wald entlang der Glasstrasse führen, während die andere Gruppe unsere Reise vom Vortag verfolgte. Gegen 09:00 Uhr fuhren wir über Spiegelau, Zwiesel, Großer Arber, Bayrisch Eisenstein bis Furth im Walde. Der Rückweg erfolgte über Kötzing, Bodenmais, Regen wieder nach Passau. Unterwegs besuchte man 2 Glasfabriken und machte einige Pausen. Anhand des großen Gepäckraums erstreckten sich die Besuche der Glas- und Porzellanwerke nur auf das Auge (Motorradfahren ist halt sehr sparsam). Da am späten Nachmittag eine Fahrt mit dem Taxi nach Passau anstand, war man schon um 14:30 Uhr wieder zurück in der Pension. Zur gleichen Zeit aber ohne Absprache traf auch die zweite Gruppe ein. Nach kurzer Pause fuhren dann alle mit dem Taxibus nach Passau, denn man wollte ja auch was trinken. Nach dem Besuch der Altstadt und mehr oder weniger mäßigen Essens und Trinkens holte uns spätabends der Taxibus wieder ab. Samstags – der vorletzte Tag – sollte unsere Gruppe über die Seentour durch Österreich führen. Um 08:30 verließen wir die Pension in südlicher Richtung. Vorbei am Obertrumer See, Wallersee, Fuschlsee, Wolfgangsee, Halbstätter See ging es bei trüben Wetter bis Bad Mitterndorf. Nach gutem Essen im Gasthof Kanzler ging es weiter über Liezen und Wels zur Donauschleife. Von dort fuhr man weiter über kleine Landstrassen bis zur Pension. Die zweite Gruppe fuhr eine etwas kürzere Strecke, hatte aber teilweise mit nasser Strasse und Regen zu kämpfen und kam wieder fast zeitgleich mit uns an. Da der Gasthof des ersten Abends sich als bester wiesen hatte, machte man auch hier wieder den Abschluss (selbstverständlich wieder zu Fuß), Am Sonntag morgen um 08:30 Uhr erfolgte dann die Heimreise über die Autobahn., Nach 2.300 km (insgesamt – nicht nur die Heimreise) waren alle wohlbehalten und sturzfrei um ca. 14:00 Uhr wieder zu Hause angekommen.

Fazit der Reise: Es sind zwar keine Alpenpässe gewesen, aber Gemütlichkeit, Fahrvergnügen und Geselligkeit der Truppe standen oben an. Für das Jahr 2006 sind noch keine Vorschläge getätigt worden. Bis dahin wünsche ich allen eine sturzfreie und unfallfreie Saison.

Werner Gerhard

Nachruf:
Wir bedauern zutiefst das Ableben einer BMW 1100 GS aus unserer Mitte, Standort bisher: Johannisberg, verstorben in den Alpen 2005 – der Fahrer kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon.