Weinbaukartei



Die Weinbaukartei besteht aus den Bereichen der Betriebs-, Produktion- und Brennereikartei.
Die Betriebskartei beinhaltet alle Flächen- und Anbauparameter, die zur Feststellung des Produktionspotentials nötig sind. Hierüber lässt sich nachvollziehen, wer welche Weinbauflächen bewirtschaftet und wer den Ertrag vermarkten kann. Ein Parameter ist zum Beispiel die Steilheit einer bestimmten Rebfläche. Eine Kartierung der hessischen Steillagen ist über die Produktionskartei möglich. Hierzu ein Beispiel aus dem Anbaugebiet Hessische Bergstraße.
Diese Flächendaten der Betriebskartei bilden die Grundlage für die Erhebung der Abgaben zum Deutschen Weinfonds und zur gebietlichen Absatzförderung, sowie für alle Flächenförderungen im hessischen Weinbau.
Alle Betriebe erhalten jährlich einen Weinbaukarteibescheid.
Die Produktionskartei dient zur Erhebung der lagernden Weinbestände, sowie der erzeugten Mengen an Trauben bzw. Wein. In Hessen darf im Betriebsschnitt pro Hektar Ertragsrebfläche und Jahr 100 hl Wein in den Verkehr gebracht werden. Erntet der Winzer in einem guten Jahr mehr, so dürfen 20 hl/ha Übermenge im Betrieb überlagert werden. Geht die Menge über 120 hl/ha hinaus, ist der Winzer verpflichtet diese Menge zu Industriealkohol destillieren zu lassen.
Die Verwaltung der destillationspflichtigen Übermengen erfolgt über die Brennereikartei.
Die Weinbaukartei dient als Grundlage für die Umsetzung der Anbauregulierung in Hessen und liefert die Daten für Statistiken auf Landes-, Bundes und EU-Ebene.
Die Formulare für die Meldungen und die dazugehörigen Erläuterungen stehen unter "Formulare" als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.